Liebling der Woche: Marmeladen-Etiketten

Erdbeeren, Rhabarber, Himbeeren, Heidelbeeren … wer wie ich gerne Marmelade kocht, wird jetzt bei jedem Besuch am Obststand im Geiste die leeren Marmeladengläser durchzählen und sich die schönsten Kombinationen ausdenken (und nebenbei, ist Rhabarber nicht ein lustiges Wort?!).

Ist die Arbeit vollbracht und die Gläser gefüllt, kann man zum schönen Teil übergehen: Etiketten machen. Hach. Das mag ich sehr. Egal, ob basteln oder ausdrucken. Aber nur einfaches beschriften geht bei mir irgendwie schwierig – auch wenn es natürlich schneller gehen würde.

Im Netz gibt es mittlerweile ja viele Vorlagen, die man ausdrucken kann. Mein Favorit seit ein paar Jahren sind diese Etiketten, die habe ich in gefühlten Stapeln im Ordner. Diese hier mag ich auch sehr gerne. Und Fee hat mich auf den Jam Labelizer (oder wie wir ihn nennen: Jambelizer) gebracht: Der ist gut und einfach und schön. Zum Ausprobieren bitte hier entlang.

Und hier ist mein Ergebnis:

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht Frau Kuchen.

P.S.: Diese Marmelade klingt so schräg, die muss ich glaube ich mal testen …

British Summer: Rhabarber Crumble

Ich liebe Rhabarber und freue mich jedes Jahr auf die rot-grünen Stangen. Als Kompott, Kuchen oder seit Kurzem auch als Curry könnte ich ihn jeden Tag essen. Mindestens zweimal pro Saison muss es eine Riesenschüssel Rhabarber Crumble sein.

Das Rezept ist so einfach und schnell zubereitet, dass man es gut zaubern kann, falls sich mal unerwarteter Kaffeebesuch ankündigt. Um die Rhabarberzeit etwas zu verlängern, können die geschälten, in Stücke geschnittenen Stangen ebenso wie die Streusel eingefroren werden. Bei Bedarf kurz antauen lassen und dann ab in den Ofen!

Zutaten für 4 Personen:
3 mitteldicke Stangen Rhabarber, vorzugsweise Himbeer-Rhabarber, 4 EL brauner Zucker, 6 EL Wasser, 250 g Mehl, 120 g Zucker, 100 g weiche Butter, Mark einer Vanilleschote

Rhabarber schälen und in 1,5 cm große Stücke schneiden. In einer Auflaufform verteilen, mit dem braunen Zucker bestreuen und das Wasser darübergeben. Dann Mehl, restlichen Zucker, Butter und Vanillemark miteinander verkneten und zu Streuseln zerkrümeln. Gleichmäßig über den Rhabarber streuen und bei 200° im vorgeheizten Ofen so lang backen, bis die Streusel goldbraun sind. (Ca. 30 Minuten) Klassischerweise gibt es dazu Vanilleeis, aber auch Clotted Cream oder flüssige Sahne passen sehr gut.

Ein schönes Pfingstwochenende wünscht Frau Müller!

Zitrone meets Jersey

Mein Verhältnis zu Zitronen ist gespalten. Einerseits habe ich sie zum (Fr)essen gern, liebe ihr frisches Gelb und kaufe daher auch aus dekorativen Gründen gleich ganze Netze, andererseits ist das mit der Lagerung so eine Sache… Entweder rollen sie unmotiviert in der Küche umher oder fangen im Obstkorb, der bei mir meist nur aus Äpfeln besteht, an zu gammeln, da die bösen Rotbacken keine anderen Früchte neben sich dulden und fleißig Ethylen absondern.

Daher musste nun ein exklusives Heim für die sauren Früchtchen her. Ein gehäkeltes. Das passende Garn hatte ich vor einiger Zeit entdeckt – „Zpagetti“, ein recht dickes Jerseygarn. Ich habe eine 10er-Häkelnadel verwendet.

Und so geht’s:
4 Luftmaschen anschlagen, diese mit einer Kettmasche zu einem Kreis schließen. Dabei darauf achten, dass die Maschen möglichst von Anfang an gleichmäßig angeschlagen werden.

Häkelkorb1

8 halbe Stäbchen in den Ring häkeln. In der nächsten Runde die Maschen mit halben Stänchen verdoppeln – langsam entsteht so der Boden des Körbchens.

Häkelkorb2

Häkelkorb3

Während der folgenden drei Runden nur noch jede dritte Masche verdoppeln. Dann so lang ohne Verdopplung weiterhäkeln, bis das Körbchen die gewünschte Höhe erreicht hat. Da sich der Rand mit zunehmender Höhe nach innen biegt, kann es hilfreich sein, das Körbchen zu wenden und von außen zu arbeiten. Die Enden mit einer 8er-Häkelnadel verweben und abschneiden.

Häkelkorb4

Trara! Mein neues  Zitronen-Körbchen:

Häkelkorb5

Es geht recht schnell – je nach Häkelkenntnissen. Ich bin noch nicht ganz so geübt und habe daher etwa zweieinhalb Stunden gebraucht.

Frohes Nachhäkeln wünscht Frau Müller

Einstandsessen: Linguine mit Chili, Krabben und Kresse

Unser erstes Rezept ist zugleich die Lieblingspasta von Frau Kuchen: Sommerlich, zitronig, mit ganz viel leckerer Kresse und ein klitzekleines bißchen Knofi. Gefunden habe ich es vor ein paar Jahren bei der großen Genießerin Nigella Lawson, in ihrem Sommerkochbuch Verführung zum Kochen. Seitdem habe ich es für viele Freunde gekocht und sie süchtig gemacht. Und das geht so schnell, die Zutaten sollte man immer im Haus haben. Et voilà:

2 Knoblauchzehen, 1 gestrichener EL Meersalz, 1 frische große rote Chilischote, entkernt und fein gehackt, 300 g Garnelen oder Krabben, 125 ml Olivenöl, Saft und Schale von 1 unbehandelten Zitrone, 500 g Linguine, 1 Handvoll frische Petersilie, gehackt, 1 Kästchen Kresse oder 1 Handvoll Brunnenkresse

Nudeln in Salzwasser bissfest kochen. In der Zwischenzeit in einem Mörser Knoblauch mit Salz zu einer Paste zerstoßen. Chili zufügen und alles so lange verrühren, bis die Mischung rot wird. Garnelen oder Krabben dazugeben und verrühren. Dann das Öl, Zitronenschale und-saft dazugeben. Gut verrühren. Nudeln in eine Schüssel geben und mit der Sauce vermischen. Mit Petersilie und Kresse bestreuen und anrichten. Göttlich. Versprochen.

Frau Kuchen wünscht Euch Guten Appetit.

Servus!

Ein langes Hin und Her, ausgiebiges Brainstorming und ein ordentlicher Schluck Alpenkräuter Wurzelbitter (der seinem Namen alle Ehre macht) waren nötig – aber nun sind wir online! Und ein bisschen aufgeregt.

Wir haben uns in den letzten Monaten begeistert gegenseitig mit neuen DIY-Ideen, Schnittmustern und Rezepten überhäuft und einen Wettstreit um die besten Cafés und Restaurants vom Zaun gebrochen (die Sieger stehen noch nicht fest). Diese Entdeckungen möchten wir ab jetzt mit Euch teilen.

Wir wünschen Euch viel Spaß und geben Euch hier schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf unser erstes Rezept…

Bis bald,

Frau Kuchen und Frau Müller