Granaten-Granita

Wie ihr seht, macht sich die Hitze schon beim Titel geben bemerkbar …
Ich hatte es euch ja hier schon angekündigt: Das Granita von Jamie. Einfach, lecker, erfrischend. Da es dieses Wochenende in München über 30 Grad werden sollen, die perfekte Abkühlung. Und dass man alle 30 Minuten ohne Ausrede zum Kühlschrank muss, ist ja auch nicht zu verachten.

Gurken-Limetten-Granita mit Holunderblüten

Für 1,5 Liter
4 große Gärtnergurken, geschält und grob gehackt
fein abgeriebene Schale von 2 Bio-Limetten und Saft von 6 Bio-Limetten
(hier habe ich etwas variiert und 1 Limette durch eine Zitrone ausgetauscht)
500 ml Holunderblütensirup

Gurken mit dem Pürierstab zerkleinern. Püree durch ein Sieb streichen und dann den Saft (das ausgepresste Fruchtfleisch wegwerfen) mit der Zitrusschale, dem Saft und dem Sirup vermengen. Die Masse in ein flaches Gefäß füllen und 1-1 1/2 Stunden ins Gefrierfach stellen. Herausnehmen und mit einer Gabel auflockern. Zurück ins Gefriergerät stellen und das Durchschaben in den nächsten 2-3 Stunden alle 30 Minuten wiederholen. Servieren und erfrischen.

Viel Spaß beim in der Sonne brutzeln wünscht euch Frau Kuchen

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Ludwig

Hochzeitsgeschenke sollen ja immer originell und persönlich sein. Nicht immer so einfach. Da eine Freundin eine große Hundeliebhaberin ist, aber in einer Stadtwohnung wohnt und ein Hund nicht rein passt, war die Idee naheliegend: Wenn schon keinen richtigen Hund, dann zumindest einen kuschligen Ersatz fürs Sofa. Und so wurde Ludwig geboren. Der Schnitt ist an sich nicht schwer, aber da viele Arbeitsschritte benötigt werden, habe ich insgesamt ca. 12 Stunden an dem Kleinen gesessen, puuh. Aber er fühlt sich in seinem neuen Zuhause sehr wohl und knabbert schon Schuhe an.

1.Ich habe blau-weiß karierten Baumwollstoff und alten Leinenstoff genommen. Das Schnittmuster ist, wie ihr seht, auf französisch und aus einer Marie Claire Idèes entnommen.
2. Viele einzelne Schnittteile, da Ludwig ja ein 3D-Hund ist. Die Körper- und Pfotenteile werden mit „Bändern“ aus dem Leinenstoff in Form gebracht.

3. Ludwig noch ohne Wohlfühlbauch. Zum Füllen haben ich Bastelwatte genommen, nicht zu viel, damit er noch schön weich und nicht zu steif ist.
4. Das Schwierigste war, die Vorder- und Hinterpfoten anzubringen. Das wurde per Hand gemacht und dabei kann man leicht die Nerven verlieren, aber wenn man dabei Fußball schaut, wird man ja schön abgelenkt. Unter die Schlappohren werden mit schwarzem Garn schlafende Augen gestickt. Für das Maul habe ich ein altes graues T-Shirt genommen. Ganz zum Schluss darf ein Hundehalsband natürlich nicht fehlen.

Viel Spaß beim Nähen von Ludwig-Freunden wünscht euch Frau Kuchen

Liebling der Woche: Gestatten, Helga.

Die Personalisierung der Cocktails und Aperitifs schreitet voran. Im letzten Sommer wanderten unzählige Hugos über die Tresen. Dem Charme dieses erfrischenden Holundergetränks kann man sich zugegebenermaßen nur schwer erwehren. In diesem Jahr soll nun Eva folgen. Eva ist rosa und so süß, dass man sofort ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn man nicht direkt nach dem letzten Schluck die Zahnbürste aus der Tasche zieht.

Wir halten dagegen. Mit Helga. Helga ist unsere Abwandlung eines typisch südfranzösischen Aperitivs mit italienischem Namenseinschlag: Lillet Culetto.
Unsere Helga ist allerdings farblich viel sommerlicher und macht auch geschmacklich deutlich mehr her.

So funktioniert das perfekte Sommerfeeling:
Im Wechsel Eiswürfel und drei dünne Bio-Gurkenscheiben mit Schale in ein großes Weinglas schichten. Zu etwa einem Viertel mit Lillet Blanc füllen und den Rest mit Rosé-Prosecco aufgießen. Die Beine hochlegen und im Sonnenuntergang genießen.

E wie einfach

Kennt ihr das? Manchmal sieht man in Geschäften etwas und denkt sich: Das ist viel zu teuer, das kann ich selber machen. Als eine Freundin eine bedruckte Tasche sah, die sie sich gerne kaufen wollte, habe ich eben das zu ihr gesagt: Das kann man sich auch selber machen, ist ganz einfach. Ich habe vor zwei Jahren diese Taschen zu Weihnachten verschenkt.  Für die Freundin habe ich sie jetzt noch mal personalisiert gestaltet. In einer halben Stunde ist sie fertig. Die Freundin von mir hat sich über ihr Überraschungsgeschenk sehr gefreut.

Ihr braucht: Jutetasche, Stoffmalfarbe, Borstenpinsel (mittlere Größe), Tortenspitze, alte Zeitungen
Anleitung: Zeitung in die Tasche legen. Tortenspitze mit Stecknadeln auf der Tasche befestigen. Mit dem Pinsel vorsichtig darüber tupfen, aufpassen, dass das Papier nicht einreißt. Tortenspitze vorsichtig abziehen. Dann erst trocknen lassen. Bügeln und verschenken!

Midsommar ist gleich Juhannus

Midsommar. Bei dem Wort denke ich nicht an schwedische Möbelriesen, sondern an lauschige Feiern in Nächten, die nie enden. An Menschen, die mit Kränzen geschmückt tanzen, feiern und den Sommer genießen (Man merkt, dass ich das noch nie miterlebt habe …). Und ich stelle mir vor, dass riesige Blaubeerkuchen auf den Tischen stehen. Da ich heute mit ein paar Freundinnen – eine davon Halb-Finnin um die Authentizität herzustellen –  Midsommar bzw. Juhannus (so nennt man in Finnland den 21. Juni) feiere, gibt es als Einstimmung diesen leckeren Blaubeerkuchen.

Blaubeertarte (nach einem Rezept von Valentinas Kochbuch)

225 g Mehl (Typ 405)
40 g Zucker
90 g Butter, in Würfel zerkleinert
50 g Frischkäse
1 Ei
1 Eigelb
Prise Salz
Messerspitze Vanille

300 g Frischkäse
100 g Crème Fraiche
30 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker

500 g Blaubeeren, gewaschen
40 g Zucker

3 EL Karamellcreme (z.B. von Bonne Maman)

Aus den Zutaten für den Teig rasch einen Mürbeteig kneten. Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen. In der Zwischenzeit Frischkäse, Crème Fraiche, Puderzucker und Vanillezucker gut verrühren. Die Hälfte der Blaubeeren mit dem Zucker bei kleiner Hitze aufkochen lassen, bis die Beeren aufplatzen und sich mit dem Zucker vermischen. In eine Schüssel umfüllen. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig ausrollen und in eine Springform legen, einen Rand hochziehen. Teigboden 30 Minuten backen, davon 15 Minuten blind backen. Auskühlen lassen. Mit der Crème bestreichen. Die Heidelbeeren mischen und auf den Boden geben. Karamellcreme darüber verteilen. Servieren und noch ein Stück ergattern.

P.S.: Ich glaube, es würde auch ganz gut schmecken, wenn man die Karamellcreme weglässt und stattdessen unter die Frischkäsecreme etwas Holunderblütensirup rührt. Lecker.

Einen schönen Mittsommertag wünscht euch Frau Kuchen

Liebling der Woche: ixxi

Weiße Wände können beruhigend wirken. Oder einfach nur langweilig. Wenn das der Fall ist, helfen ein bisschen Farbe, Fotos der Liebsten oder Ixxi. Neben ausgefallenen Motiven wie beispielsweise dem großpixeligen Mädchen mit dem Perlenohrring, können auch eigene Fotos in Ixxis umgewandelt werden. Hier ein paar Impressionen von dem, was mit den kleinen Quadraten möglich ist: