In love with … Ziegenkäse-Flammkuchen mit Honig und Rosmarin

An manchen Abenden habe ich Hunger, aber keine Lust groß zu kochen. Kennt ihr wahrscheinlich. Und was ist die Lösung? Flammkuchen. Entweder klassisch mit Zwiebeln, Speck und Crème fraiche, mit Resten aus dem Kühlschrank … oder mit Ziegenkäse, Honig und Rosmarin. Dazu wurde ich von dem tollen Blog Ohhmhh inspiriert … und was soll ich sagen? Wunderbar – wunderbar einfach und lecker. Ich mache aber statt fertigem Flammkuchenteig schnell selbst einen Teig. Das Rezept habe ich vor ein paar Jahren mal in der Brigitte gefunden und es muss immer brav zurück in die Klarsichthülle, auch wenn ich es mittlerweile schon auswendig kann.

Für 4 kleine Portionen (also eigentlich 2 große)

250 g Mehl
100 ml Wasser
2 EL Olivenöl
1 TL Salz

Belag:
1 Rolle Ziegenkäse
3-4 EL Honig
1 EL Rosmarin

Alle Zutaten vermischen und zu einem Teig verkneten. Einige Zeit ruhen lassen.

Für den Belag den Ziegenkäse in dünne Scheiben schneiden. Teig dünn ausrollen, mit dem Ziegenkäse belegen und mit Honig beträufeln. Mit Rosmarin bestreuen. Bei 210 °C 7-10 Minuten im vorgeheizten Ofen backen, bis sich Teig und Käse leicht bräunen. Guten Appetit wünscht Frau Kuchen.

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Liebling der Woche: Frappé

Wie heißt es in dem Lied von 2Raumwohnung so schön? „36 Grad und es wird noch heißer.“ Ok, ganz so heiß ist es jetzt nicht mehr, aber eine Abkühlung kann man trotzdem noch gut gebrauchen. Als ich vor kurzem einen kleinen Sommerurlaub in Griechenland verbracht habe, saßen die Einheimischen ganz entspannt im Kafenion um die Ecke und haben einen Frappé geschlürft. Und ich sag jetzt einfach mal, dass Frappé mindestens so zu Griechenland gehört wie Feta und Olivenöl. Erfrischender ist es allemal. Das Allerbeste: es ist in 2 Minuten fertig, macht aber viel länger glücklich. Jamas.

Hier das Original-Rezept von einer Einheimischen. Sehr zu empfehlen.
Für ein Glas braucht ihr:
2 gehäufte Teelöffel löslischen Kaffee (am besten von Nescafé)
2 TL Zucker
2 TL Wasser
3 Eiswürfel
etwas Milch
kaltes Wasser zum Auffüllen

Kaffee und Zucker in einen Shaker oder ein Schraubglas geben. Wasser und Eiswürfel dazu und alles kräftig schütteln, bis die Mischung schaumig wird. Etwa 1 Fingerbreit Milch in ein Glas schütten, Kaffee-Mischung darauf gießen und mit dem kalten Wasser auffüllen. Nach Geschmack nachsüßen. Wasser dazu reichen und sofort genießen.

Am besten wäre ein Frappé natürlich an diesem Strand in Griechenland. Seufz. Aber auf dem Balkon schmeckt er genauso gut.

Liebling der Woche: Erinnerungen bewahren

Eigentlich sind ja Fotoalben selbst heute schon fast ausgestorben.
Doch wer ab und zu durch die langsam vergilbende Familiengeschichte blättert, hier ein loses Bild neu einklebt und dort in Erinnerungen an den 10. Geburtstag schwelgt, weiß, dass dieses Gefühl niemals durch ein Klicken durch die virtuelle Bilddatenbank ersetzt werden kann. Noch dazu, weil die eingeklebten Bilder meist mit viel Liebe ausgesucht (und früher auch gemacht) wurden. Daher hier der Aufruf: Rettet die Fotoalben!

Damit das Einkleben noch ein kleines Bisschen mehr Spaß macht, sollte man sich Zeit nehmen und einen guten Klebstoff verwenden. Diesen hier zum Beispiel. Der klebt nicht nur gut, sondern ist auch noch schön!

Sonntagsmenü Teil II: Raviolifüllung

Ein Pastateig allein macht noch keine Ravioli. Daher hier das Rezept für meine Lieblingsfüllung:

1 Becher Ricotta
2 Handvoll frisch geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Handvoll klein geschnittener Basilikum
Abrieb einer Biozitrone
1 Ei

Außerdem: Butter, in feine Streifen geschnittene Salbeiblätter

Den Ricotta mit Parmesan, Gewürzen, Basilikum und Zitronenabrieb gut verrühren und abschmecken. Kühl stellen – die Füllung darf ruhig ein bisschen ziehen und kann wie der Pastateig bereits am Vortag zubereitet werden.

Für die Ravioli den Pastateig aus dem Kühlschrank nehmen und noch einmal gründlich durchkneten. Ich gebe bei dieser Gelegenheit oft noch ein paar trockene Gewürze hinein – gemahlener Rosmarin oder Thymian zum Beispiel. In diesem Fall war es einfach nur eine Prise Pfeffer.

Dann kann es losgehen:
Zunächst den größten Topf im Haus mit Wasser füllen (Salzen nicht vergessen!) und es auf dem Herd zum Kochen bringen.
Währenddessen den Teig in vier Portionen teilen und bis auf ein Stück den Rest wieder gut einschlagen, damit er nicht trocken wird. Mit Hilfe einer Pastamaschine oder reiner Muskelkraft möglichst dünn ausrollen und in zwei gleichlangen Bahnen auf eine mit Backpapier ausgelegte Arbeitsfläche legen. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen der Füllung auf die eine Bahn setzen – je nach gewünschter Größe der Ravioli in einer oder in zwei Reihen.  Dabei zwischen den Häufchen genügend Platz zum Festdrücken der oberen Teigbahn lassen.
Nun die Zwischenräume dünn mit kaltem Wasser bepinseln, die zweite Teigbahn vorsichtig darauflegen und um die Füllung herum gut festdrücken. Mit einem Messer oder Teigrädchen die Ravioli ausschneiden und voneinander trennen. Mit den restlichen Teigstücken fortfahren. Falls in dieser Zeit die Gäste absagen sollten (sie wissen nicht, was sie verpassen!) – übriggebliebener Teig lässt sich einfach einfrieren und bei Bedarf langsam im Kühlschrank auftauen. Die Ravioli portionsweise für etwa 4 Minuten im siedenden Wasser garen. Die Zeit variiert je nach Teigstärke.
In einer großen Pfanne die Butter zerlassen und die Salbeistreifen hinzugeben und bei niedriger Hitze leicht knusprig werden lassen. Die fertigen Ravioli mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, kurz abtropfen lassen und in die Pfanne geben, gelegentlich schwenken. Zum Servieren mit etwas geriebenem Parmesan bestreuen (da ich Parmesan liebe, ist das „etwas“ meist eine ganze Menge…) und frischen Pfeffer darübermahlen.

Buon Appetito wünscht Frau Müller

Liebling der Woche: Amor Towles – Eine Frage der Höflichkeit

Da diese Kategorie ja ein Sammelsurium sein soll und ist, mache ich konsequenterweise damit weiter. Für meine tägliche U-Bahn-Fahrt brauche ich immer wieder neuen Lesestoff. Wenn ein Buch ausgelesen ist, mache ich mich auf die Suche nach einem guten Nachfolger. Dabei kommen auch manchmal Bücher zur Geltung, die schon lange in meinem Bücherregal liegen und auf ihren Auftritt warten (kennt ihr das?). Mein aktuelles Buch habe ich aber ganz neu gekauft. Obwohl ich es noch nicht fertig gelesen habe, möchte ich es hier schon vorstellen, weil ich von der Sprache und der Atmosphäre so fasziniert bin. Worum geht es: New York in den 30ern. Aber nicht nur, es geht um Freundschaft und um Liebe und um eine ganz besondere Zeit. Und ich mag es, wie man mit der Protagonistin düstere Hinterhofkneipen besucht, einen Martini trinkt und das Klappern der Schreibmaschine hört. Und Männer trifft, die gravierte Feuerzeuge haben und Kaschmirmäntel tragen. Man ist sofort drin in diesem Buch und in dieser aufregenden Stadt und obwohl New York schon so oft beschrieben wurde, ist es schön, in diese Welt abzutauchen.

Eine Frage der Höflichkeit

Amor Towles
Eine Frage der Höflichkeit
List Verlag, 9,99 Euro