Walnuss-Birnen-Marmelade oder die Entdeckung von Agar-Agar

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In den letzten Jahren habe ich gefühlte 100 Gläser Marmelade eingekocht, Sommersorten, Winterzaubereien, mit Stückchen, ohne Stückchen … und eigentlich ist es mir öfter passiert, dass die Masse zu fest wurde und ich schon dachte, wenn ich diese Marmelade verschenke, muss jemand Stücke herausschneiden und auf dem Brot verteilen.

Und jetzt hat mich ein Rezept so angelacht, dass ich dachte: Das muss ich ausprobieren. Gesagt, getan. Und obwohl ich schon so oft Zucker und Früchte zusammen gerührt habe, stimmte dieses Mal etwas nicht. Die Masse wurde nicht fest, sondern blieb suppig. Ich kochte es dennoch ein und vertraute auf ominöse Zauberkräfte, die über Nacht die Masse fest werden lassen.

Die kamen aber nicht und so bleib die Masse suppig. Grrr. Ich erzählte Frau Müller davon und bekam den Rat, doch mal Agar-Agar auszuprobieren. Das hatte ich schon mal gehört, aber noch nie ausprobiert. Der nette Verkäufer im Reformhaus pries mir dann auch die Vorzüge an und ich machte mich zu Hause gleich ans erneute Einkochen. Und was soll ich sagen? Hokus-Pokus-fidibus und so weiter. Die Marmelade wurde fest und da ich sie nochmals pürierte, war die Konsistenz super: Agar-Agar wird nämlich aus Algen hergestellt, ist also rein pflanzlich und da kein Zucker enthalten ist, wird die Marmelade nicht süßer, sondern einfach nur fester. Und wenn sie zu fest wird, kann man etwas Wasser dazugeben und es wird wieder flüssiger! Man kann also gar nichts falsch machen. Das ist doch mal eine gute Nachricht.

Und hier ist das Rezept für die Marmelade (ich weiß, eigentlich sagt man Marmelade nur bei Zitrusfrüchten, aber Konfitüre klingt immer so… hm, hochtrabend)

150 g Walnüsse
1kg Birnen
10 cm Ingwer
200 ml Wasser oder Weißwein
400 g Zucker
etwas Lakritzpulver (alternativ Süßholzwurzel oder Anis)
2 TL Agar-Agar

Walnüsse klein hacken, die Birnen in Würfel schneiden. Den Ingwer ebenfalls zerkleinern. Alles mit Wasser, Zucker, Lakritz und Agar-Agar mischen und bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Drei Minuten kochen lassen, die Gelierprobe machen und die Masse in sterilisierte Gläser füllen. Fünf Minuten auf den Deckel stellen. Fertig.

Guten Appetit und viel Erfolg wünscht Frau Kuchen

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