Matcha in love – Japan für Anfänger

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Wie Frau Müller euch bereits verraten hat, war ich im Mai auf einer Reise durch Japan und bin mit vielen wunderschönen Eindrücken zurück nach Deutschland gekommen. Vor allem die kulinarischen Erlebnisse haben mich jeden Tag umgehauen, ich habe sogar ein Essens-Tagebuch begonnen, um nicht den Überblick zu verlieren … Etwas verrückt, zugegeben, aber super, um sich nachher an alles zu erinnern. Eine Sache musste ich aber auf keinen Fall aufschreiben, denn da wusste ich sofort – ohhh, das ist lecker, davon will ich mehr: Matcha. Ja, genau, den pulverisierten Grüntee, der einen leicht herben Geschmack hat und in Japan in allem (ALLEM!) zu finden ist: Oreo-Kekse mit Matcha-Creme, Grüne Matcha-Kekse, Softeis mit Matcha … und so weiter. Am liebsten mochte ich Matcha Latte, also einen Latte Macchiato, der anstatt mit Espresso mit konzentriertem Grüntee zubereitet wird. Ein Gedicht. (Und so gesund). In einem Supermarkt in Tokyo musste ich mir sofort Matcha-Pulver kaufen und zurück in Deutschland ein Rezept mit Matcha ausprobieren.

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Ich habe dieses Rezept genommen und anstatt Orangensaft einfach Blutorangensaft benutzt. Das Ergebnis ist zwar nicht so grün wie in Japan, aber geschmeckt hat es sehr gut. Und das habe ich in Japan gelernt: Alles mal ausprobieren und dann nachher entscheiden, ob es sich zum Wiederholen eignet.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und sayonara, Frau Kuchen

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Rot-Rot-Gold

Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Denn dies ist kein WM-Beitrag sondern ein rein marmeladiger. Nachdem es hier erstmal nicht geregnet hat, war auch in den Einkochtöpfen eine Weile Ruhe. Aber für dieses Wochenende war Regen vorausgesagt und damit wanderten kiloweise Beeren, Aprikosen und Pfirsiche in meinen Einkaufskorb. Das Ergebnis sind 27 kleine und große Gläschen voll frischer, duftender Marmeladen.

Marameladenparade

Nach einigen Tests mit 1:1 und 1:2 Zuckersorten, bin ich jetzt bei 1:3 gelandet, denn ich mag es erstens nicht ganz so süß und zweitens möglichst fruchtig. Außerdem wollte ich diesmal ein bisschen mit Kräutern experimentieren… Nachdem sich bisher alle „Testobjekte“ lobend geäußert haben und ich selbst auch recht zufrieden bin, hier meine aktuellen Lieblingsrezepturen:

Heidelbeer-Orange-Thymian
1.300 g Heidelbeeren
200 ml frisch gepresster Orangensaft
500 g 1:3 Einmachzucker
4 Stängel frischer Thymian (oder 2 TL getrocknete Blättchen)

Heidelbeeren gründlich waschen und putzen, mit dem Orangensaft mischen und alles gut pürieren. Thymianblätter abzupfen, kurz durchhacken und mit dem Einmachzucker und dem Heidelbeerpüree verrühren. Unter Rühren erhitzen, 4 Min. sprudelnd kochen und in sterile Gläser abfüllen.

Beeren mit Vanille
1.500 g gemischte Beeren, können auch TK sein (ich hab frische Heidelbeeren, frische Erdbeeren und TK-Himbeeren verwendet)
Mark einer Vanilleschote
Abrieb und Saft einer halben Biozitrone
500 g 3:1 Einmachzucker
Beerenmix

Aprikose-Nektarine-Pfirsich mit Kräutern
insgesamt 1.500 g Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche (wer mag, kann Nektarinen und Pfirsiche kurz heiß überbrühen und häuten)
Saft einer Orange
1 Zweig Rosmarin
3 Zweige Thymian
500 g 3:1 Einkochzucker

Aprikose-Pfirsich-Nektarine
Süße Grüße aus dem Marmeladenkochstudio wünscht Frau Müller