Kleine Stärkung zwischendurch

Am Mittwoch hatte ich Urlaub. Einfach so, ein ganzer Tag für mich allein. Abends kam Frau Kuchen nach getaner Arbeit zu einer kleinen Näh-Session vorbei und damit wir nicht hungrig ans Werk gehen mussten, hab ich vorher ein bisschen gebacken. Spargelquiche – ein einfacher Mürbteigboden mit Rosmarin, Lauchzwiebeln, Ziegencamembert, gebratener Spargel, Eiersahne und ganzen Cocktailtomaten. Ganz einfach und schnörkellos. Die Nähergebnisse folgen demnächst, wenn ich den Tisch von Garnresten, Schnipseln und Stecknadeln befreit habe.

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Einen schönen Abend wünscht Frau Müller

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Schnell mal was Nähen, Nr. 1: W wie Wolke

Jaja… ich kenne das auch, man nimmt sich fest vor, abends noch was zu Nähen und dann ist man doch zu faul, die Nähmaschine aufzustellen und alle Sachen bereitzulegen (und danach alles wieder aufzuräumen…). Aber ich verspreche euch: Diese Nähidee ist wirklich ratzfatz fertig und ihr könnt euer Sofa danach mit einem neuen Kissen schmücken. Für Schönwetterwolken im Wohnzimmer.

Wolkenkissen3

(Hier das fertige Exemplar…und die noch nicht zugenähte Öffnung übersehen wir mal…)

Ich habe für das Kissen Jeansstoff genommen, den mir Frau Müller geschenkt hat. Bei der Form habe ich mich grob an einer Anleitung in dem Brigitte-Kreativheft vor ein paar Jahren orientiert (auf dem Bild unten seht ihr die Abbildung)… aber ich könnt natürlich auch einfach drauflos zeichnen.

1. Das Muster auf Papier vorzeichnen und zweimal auf den Jeansstoff übertragen. Achtung: Ein Teil spiegelverkehrt auflegen, sonst passt es nachher nicht aufeinander… Nahtzugabe von 1,5 cm hinzufügen.
2. Die beiden Jeansteile rechts auf rechst aufeinander legen und mit Nadeln feststecken.

Wolkenkissen1

3. Die beiden Teile zusammensteppen, in den Ecken sorgfältig nähen. An einer längeren Seite eine Öffnung von ca. 5-7 cm lassen. Kissen wenden.

Wolkenkissen2

4. Das Kissen mit Bastelwatte füllen (ruhig eine große Tüte kaufen, ihr braucht recht viel…) und die Öffnung per Hand verschließen. Schon fertig. Und, wie lange habt ihr gebraucht?

Viel Spaß beim Nähen wünscht Frau Kuchen

Auf einer grünen Kreuzstichwiese lebt eine kleine Kuh …

Ich liebe Kreuzstich. Und ich habe Phasen, in denen ich mir schlechtes Wetter wünsche, damit ich ungestört Serien schauen kann (gerade Brothers & Sisters) und dabei Bilder sticken kann. Das letzte Projekt war ein Geschenk für die neugeborene Tochter einer Kollegin. Ich habe mir verschiedene Vorlagen ausgedruckt und mich dann letztendlich für dieses hübsche Exemplar entschieden. Insgesamt habe ich ca. 8 Stunden dran gesessen, da es mit Sticktwistwechsel und den Details doch aufwendiger war. Als Stoff habe ich Stück Geschirrtuch mit Aida-Stoff benutzt, durch die schöne Webstruktur erhält das Bild einen schönen Effekt. Stickrahmen als Rahmen zweckentfremden und fertig ist das Bild. Nur ein Name für die Hübsche fehlt noch? Irgendwelche Ideen?

Wer hat an der Uhr gedreht?

Pünktlich zum Sommerende schneits. Und wie. Haben wir den Herbst übersprungen? Mein Fahrrad ist kaum noch zu sehen, der Wintermantel hängt an der Garderobe und Mützen, Schals und Handschuhe warten auf ihren Einsatz. Das perfekte Wetter für einen gemütlichen Sonntag zuhause.

Ordnung ist das halbe Leben – hat schon meine Oma immer gesagt. In diesem Sinne habe ich erstmal fleißig meine gesammelten Materialien sortiert. Papier, Garnrollen, Knöpfe, Farben, Stempel, Klebstoffe, Nadeln, Scheren, Stifte, Spitzenborten, Pinsel, Bastelbücher, Schnittmuster, Dekokram, Stoffe, Perlen, Pailetten, Bänder – ich war selbst ganz erstaunt, was da plötzlich für Schätze aus den Tiefen der egale aufgetaucht sind. Jetzt ist alles (einigermaßen) ordentlich verstaut und griffbereit.

Einen gut sortierten Start in den Herbst wünscht Frau Müller

Ludwig

Hochzeitsgeschenke sollen ja immer originell und persönlich sein. Nicht immer so einfach. Da eine Freundin eine große Hundeliebhaberin ist, aber in einer Stadtwohnung wohnt und ein Hund nicht rein passt, war die Idee naheliegend: Wenn schon keinen richtigen Hund, dann zumindest einen kuschligen Ersatz fürs Sofa. Und so wurde Ludwig geboren. Der Schnitt ist an sich nicht schwer, aber da viele Arbeitsschritte benötigt werden, habe ich insgesamt ca. 12 Stunden an dem Kleinen gesessen, puuh. Aber er fühlt sich in seinem neuen Zuhause sehr wohl und knabbert schon Schuhe an.

1.Ich habe blau-weiß karierten Baumwollstoff und alten Leinenstoff genommen. Das Schnittmuster ist, wie ihr seht, auf französisch und aus einer Marie Claire Idèes entnommen.
2. Viele einzelne Schnittteile, da Ludwig ja ein 3D-Hund ist. Die Körper- und Pfotenteile werden mit „Bändern“ aus dem Leinenstoff in Form gebracht.

3. Ludwig noch ohne Wohlfühlbauch. Zum Füllen haben ich Bastelwatte genommen, nicht zu viel, damit er noch schön weich und nicht zu steif ist.
4. Das Schwierigste war, die Vorder- und Hinterpfoten anzubringen. Das wurde per Hand gemacht und dabei kann man leicht die Nerven verlieren, aber wenn man dabei Fußball schaut, wird man ja schön abgelenkt. Unter die Schlappohren werden mit schwarzem Garn schlafende Augen gestickt. Für das Maul habe ich ein altes graues T-Shirt genommen. Ganz zum Schluss darf ein Hundehalsband natürlich nicht fehlen.

Viel Spaß beim Nähen von Ludwig-Freunden wünscht euch Frau Kuchen

Zitrone meets Jersey

Mein Verhältnis zu Zitronen ist gespalten. Einerseits habe ich sie zum (Fr)essen gern, liebe ihr frisches Gelb und kaufe daher auch aus dekorativen Gründen gleich ganze Netze, andererseits ist das mit der Lagerung so eine Sache… Entweder rollen sie unmotiviert in der Küche umher oder fangen im Obstkorb, der bei mir meist nur aus Äpfeln besteht, an zu gammeln, da die bösen Rotbacken keine anderen Früchte neben sich dulden und fleißig Ethylen absondern.

Daher musste nun ein exklusives Heim für die sauren Früchtchen her. Ein gehäkeltes. Das passende Garn hatte ich vor einiger Zeit entdeckt – „Zpagetti“, ein recht dickes Jerseygarn. Ich habe eine 10er-Häkelnadel verwendet.

Und so geht’s:
4 Luftmaschen anschlagen, diese mit einer Kettmasche zu einem Kreis schließen. Dabei darauf achten, dass die Maschen möglichst von Anfang an gleichmäßig angeschlagen werden.

Häkelkorb1

8 halbe Stäbchen in den Ring häkeln. In der nächsten Runde die Maschen mit halben Stänchen verdoppeln – langsam entsteht so der Boden des Körbchens.

Häkelkorb2

Häkelkorb3

Während der folgenden drei Runden nur noch jede dritte Masche verdoppeln. Dann so lang ohne Verdopplung weiterhäkeln, bis das Körbchen die gewünschte Höhe erreicht hat. Da sich der Rand mit zunehmender Höhe nach innen biegt, kann es hilfreich sein, das Körbchen zu wenden und von außen zu arbeiten. Die Enden mit einer 8er-Häkelnadel verweben und abschneiden.

Häkelkorb4

Trara! Mein neues  Zitronen-Körbchen:

Häkelkorb5

Es geht recht schnell – je nach Häkelkenntnissen. Ich bin noch nicht ganz so geübt und habe daher etwa zweieinhalb Stunden gebraucht.

Frohes Nachhäkeln wünscht Frau Müller