Frau Kuchen bäckt einen Kuchen mit Zitrone und Thymian

Kuchen geht immer. Vor allem im Leben von Frau Kuchen. Und manche Rezepte machen so Lust auf Frühling, dass man sie gerade eigentlich jeden Tag backen sollte, damit der Winter endlich kapiert, dass er bitte verschwinden soll. Dieses Rezept ist fruchtig frisch mit Sauerrahm, Zitronenschale, Heidelbeeren, feinem Zitronensirup und etwas Thymian. Gefunden habe ich es bei Slomo und ich habe das Rezept genauso übernommen, nur noch ein paar Heidelbeeren hinzugefügt. Lecker!

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190g Butter (weich)
190g Mehl
Geriebene Schale von zwei Bio-Zitronen
3 TL geriebener Thymian
170g Zucker
3 Eier
1 TL Backpulver
1/4 TL Salz
25ml Saure Sahne
200 g Heidelbeeren

Für den Sirup:
40g Zucker
Schale und Saft von 1 Bio-Zitrone
2 TL geriebener Thymian
40ml Wasser

Den Ofen auf 170 Grad vorheizen, eine Kastenform einfetten und mehlen. Die Butter mit dem Zucker, der Zitronenschale und dem Thymian mit dem Handrührgerät verrühren. Dann die Eier einzeln dazu, am besten jedes Ei 30 Sekunden einrühren. Mehl, Backpulver und Salz vermischen und nach und nach unter den Teig rühren. Zum Schluss die Saure Sahne dazugeben und die Heidelbeeren unterheben (am besten vorher etwas mit Mehl bestäuben, so sinken sie nicht alle nach unten…). In die Form füllen und ca. 40-50 Minuten backen. Wenn er schön goldgelb ist herausnehmen.
In der Zwischenzeit den Sirup herstellen: Alle Zutaten aufkochen und etwas eindicken lassen. Wenn der Kuchen fertig ist, sofort mit dem Sirup bestreichen und einziehen lassen.

Und dann Kaffee kochen und sofort probieren.
Ein schönes Wochenende wünscht euch Frau Kuchen!

P.S.: Und hier noch ein passender Song

Suchtgefahr

Wenn das Wetter schlechter wird (und das ist ja zur Zeit ein Dauerzustand), gerate ich in warme-Schokokuchen-Laune. Und in gemütlich-auf-dem-Sofa-einkuschel-Laune. Beides fügt sich auf wundersame Weise in einem einzigen Rezept zusammen – Schokoladentörtchen mit flüssigem Kern.
Das Ur-Rezept stammt aus Donna Hays „Schnelle Küche für Gäste„, ich habe es jedoch ganz leicht abgewandelt:

Für 4 Personen

35g Mehl
40g Puderzucker
80g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
2 Eiweiß, locker verschlagen
80g geschmolzene Butter
1 EL Erdnussbutter
160g geschmolzene Zartbitterschokolade (je hochwertiger desto besser!)
4 Stücke Zartbitterschokolade à 20g
Himbeer-Rhabarber-Sirup (1/2 Rhabarber, 1/2 Himbeeren mit 1/4 Zucker aufkochen, durchpürieren und einköcheln lassen, Zuckermenge variiert je nach Wassergehalt der Früchte, Himbeeren ggf. durch ein Sieb streichen)

Den Ofen auf 150° (Umluft) vorheizen. Mehl und Puderzucker in eine Schüssel sieben, gemahlene Nüsse dazugeben. Eiweiß, geschmolzene Butter, Erdnussbutter und die geschmolzene Schokolade dazugeben und alles gut verrühren. 4 kleine, ofenfeste Förmchen dünn einfetten und die Hälfte des Teigs gleichmäßig darauf verteilen. Dann je ein Stück Schokolade hineingeben und den Rest des Teigs darübergeben. Etwa 15-20 Minuten im Ofen backen (Bei der Stäbchenprobe aufpassen, dass man nicht in die flüssige Schokolade piekst ;-)) und danach noch kurz auskühlen lassen, denn die kleinen Kuchen sind, wenn sie heiß sind, sehr zerbrechlich.
Den Himbeer-Rhabarbersirup großzügig auf dem Teller verteilen. Ja, es darf ruhig ein kleiner See sein, dieses verkünstelte Getröpfel ist hier absolut unangebracht, denn die Kombi ist superlecker!

Man kann die kleinen Törtchen auch gut am Vortag backen und dann einfach im vorgeheizten Backofen (oder in der Mikrowelle) für einige Minuten (etwa 25 Sekunden bei mittlerer Wattzahl) erwärmen.

Schoko_gehackt

Schoko_geschmolzen

Schokokuchen

Schoko_fluessig

Lecker

Schokoladige Grüße von Frau Müller!

Liebling der Woche: Think Pink!

Als Kind fand ich alles was Pink und Rosa war eher doof. Und auch heute könnte ich darauf eigentlich verzichten. Dachte ich. Bis ich bei einem Schwabing-Bummel hier etwas entdeckt habe, was ich sofort und unbedingt haben musste:

Zuckerdose_Bloomingville

Zuckerdose

Schaufel

Diese Dose mit passender Zuckerschaufel von Bloomingville darf nun in der Küche geometrische Frühlingslaune verbreiten und ich muss sagen, so könnte ich mich durchaus an Pink gewöhnen. Jetzt steht sie weithin sichtbar in der Küche und flüstert mir bei jedem Vorbeigehen zu: „Back einen Apfelkuchen mit karamellisierten Mandeln! Oder zumindest ein paar Schokoladenkekse!“
Hmmm, ich glaub, ich hab da auch schon eine Idee…

Süße Grüße von Frau Müller

Jetzt aber!

Nach tagelanger und immer panischer werdender Suche habe ich endlich meine Speicherkarte wiedergefunden – daher  kommen hier nun endlich die Bilder unseres grasgrünen Backwerks. Es heißt übrigens Prinzessinnentorte – Prinsesstårta. Sie wurde einst für die schwedischen Prinzessinnen Märtha, Margaretha und Astrid kreiert und in den 30er Jahren im Kochbuch „Prinsessornas Kokbok“ erstmals veröffentlicht. Unser Rezept stammt aus der Zeitschrift Landfrau.

Schwedische Prinzessinnentorte

Bisquitboden:
4 Eier
130 g Zucker
60 g Mehl
80 g Speisestärke
2 TL Backpulver

Vanillecreme:
250 ml Milch
2 EL Mehl
2 Eigelb
3 EL Zucker
2 TL Vanillezucker
400 ml Schlagsahne
2 Päckchen Sahnesteif
5 EL Erdbeermarmelade

Deckel:
400 g Marzipan
180 g Puderzucker
1 EL Glukose
grüne und rote Lebensmittelfarbe

Eier und Zucker schaumig schlagen. Mehl, Stärke und Backpulver vermischen und vorsichtig unter die Eimasse rühren. Eine Springform (ca. 22 cm Durchmesser) fetten, Teig hinein geben und bei 175°C auf der unteren Schiene etwa 35 MInuten backen. Den Boden aus der Form holen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Anschließend quer in zwei Hälften teilen.

Für die Vanillecreme Milch, Mehl, Eigelb und Zucker in einem Topf mit einem Schneebesen verrühren. Die Mischung unter Rühren so lange erhitzen, bis sie fest wird. Abkühlen lassen und dann den Vanillezucker einrühren. Die Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und unter die Vanillecreme heben.

Auf eine Bodenhälfte zunächst die Marmelade und eine dünne Cremeschicht streichen. Die andere Hälfte darauf legen und mit der verbliebenen Creme so bedecken, dass sich eine Kuppel bildet. Bis zur fertigstellung der Marzipandecke kalt stellen.

Marzipan mit Puderzucker gründlich verkneten. Eine etwa walnussgroße Menge Marzipan mit roter Lebensmittelfarbe einfärben. Den Rest grasgrün färben und zwischen zwei Folien zu einem dünnen, ausreichend großen Stück ausrollen. Die Torte mit dem Marzipan überziehen, Überhänge abschneiden. Mit Puderzucker bestreuen. Aus dem roten Marzipan kleine Blättchen und daraus eine Rose formen Auf der Torte platzieren und die Torte bis zum Servieren kaltstellen.

Prinzessinnentorte

Rose

Granaten-Granita

Wie ihr seht, macht sich die Hitze schon beim Titel geben bemerkbar …
Ich hatte es euch ja hier schon angekündigt: Das Granita von Jamie. Einfach, lecker, erfrischend. Da es dieses Wochenende in München über 30 Grad werden sollen, die perfekte Abkühlung. Und dass man alle 30 Minuten ohne Ausrede zum Kühlschrank muss, ist ja auch nicht zu verachten.

Gurken-Limetten-Granita mit Holunderblüten

Für 1,5 Liter
4 große Gärtnergurken, geschält und grob gehackt
fein abgeriebene Schale von 2 Bio-Limetten und Saft von 6 Bio-Limetten
(hier habe ich etwas variiert und 1 Limette durch eine Zitrone ausgetauscht)
500 ml Holunderblütensirup

Gurken mit dem Pürierstab zerkleinern. Püree durch ein Sieb streichen und dann den Saft (das ausgepresste Fruchtfleisch wegwerfen) mit der Zitrusschale, dem Saft und dem Sirup vermengen. Die Masse in ein flaches Gefäß füllen und 1-1 1/2 Stunden ins Gefrierfach stellen. Herausnehmen und mit einer Gabel auflockern. Zurück ins Gefriergerät stellen und das Durchschaben in den nächsten 2-3 Stunden alle 30 Minuten wiederholen. Servieren und erfrischen.

Viel Spaß beim in der Sonne brutzeln wünscht euch Frau Kuchen

Midsommar ist gleich Juhannus

Midsommar. Bei dem Wort denke ich nicht an schwedische Möbelriesen, sondern an lauschige Feiern in Nächten, die nie enden. An Menschen, die mit Kränzen geschmückt tanzen, feiern und den Sommer genießen (Man merkt, dass ich das noch nie miterlebt habe …). Und ich stelle mir vor, dass riesige Blaubeerkuchen auf den Tischen stehen. Da ich heute mit ein paar Freundinnen – eine davon Halb-Finnin um die Authentizität herzustellen –  Midsommar bzw. Juhannus (so nennt man in Finnland den 21. Juni) feiere, gibt es als Einstimmung diesen leckeren Blaubeerkuchen.

Blaubeertarte (nach einem Rezept von Valentinas Kochbuch)

225 g Mehl (Typ 405)
40 g Zucker
90 g Butter, in Würfel zerkleinert
50 g Frischkäse
1 Ei
1 Eigelb
Prise Salz
Messerspitze Vanille

300 g Frischkäse
100 g Crème Fraiche
30 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker

500 g Blaubeeren, gewaschen
40 g Zucker

3 EL Karamellcreme (z.B. von Bonne Maman)

Aus den Zutaten für den Teig rasch einen Mürbeteig kneten. Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen. In der Zwischenzeit Frischkäse, Crème Fraiche, Puderzucker und Vanillezucker gut verrühren. Die Hälfte der Blaubeeren mit dem Zucker bei kleiner Hitze aufkochen lassen, bis die Beeren aufplatzen und sich mit dem Zucker vermischen. In eine Schüssel umfüllen. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig ausrollen und in eine Springform legen, einen Rand hochziehen. Teigboden 30 Minuten backen, davon 15 Minuten blind backen. Auskühlen lassen. Mit der Crème bestreichen. Die Heidelbeeren mischen und auf den Boden geben. Karamellcreme darüber verteilen. Servieren und noch ein Stück ergattern.

P.S.: Ich glaube, es würde auch ganz gut schmecken, wenn man die Karamellcreme weglässt und stattdessen unter die Frischkäsecreme etwas Holunderblütensirup rührt. Lecker.

Einen schönen Mittsommertag wünscht euch Frau Kuchen