Matcha in love – Japan für Anfänger

IMG_1795

Wie Frau Müller euch bereits verraten hat, war ich im Mai auf einer Reise durch Japan und bin mit vielen wunderschönen Eindrücken zurück nach Deutschland gekommen. Vor allem die kulinarischen Erlebnisse haben mich jeden Tag umgehauen, ich habe sogar ein Essens-Tagebuch begonnen, um nicht den Überblick zu verlieren … Etwas verrückt, zugegeben, aber super, um sich nachher an alles zu erinnern. Eine Sache musste ich aber auf keinen Fall aufschreiben, denn da wusste ich sofort – ohhh, das ist lecker, davon will ich mehr: Matcha. Ja, genau, den pulverisierten Grüntee, der einen leicht herben Geschmack hat und in Japan in allem (ALLEM!) zu finden ist: Oreo-Kekse mit Matcha-Creme, Grüne Matcha-Kekse, Softeis mit Matcha … und so weiter. Am liebsten mochte ich Matcha Latte, also einen Latte Macchiato, der anstatt mit Espresso mit konzentriertem Grüntee zubereitet wird. Ein Gedicht. (Und so gesund). In einem Supermarkt in Tokyo musste ich mir sofort Matcha-Pulver kaufen und zurück in Deutschland ein Rezept mit Matcha ausprobieren.

IMG_2380

Ich habe dieses Rezept genommen und anstatt Orangensaft einfach Blutorangensaft benutzt. Das Ergebnis ist zwar nicht so grün wie in Japan, aber geschmeckt hat es sehr gut. Und das habe ich in Japan gelernt: Alles mal ausprobieren und dann nachher entscheiden, ob es sich zum Wiederholen eignet.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und sayonara, Frau Kuchen

Kleiner Urlaub in London

Bevor es hier wieder Rezept- und Basteltipps gibt, kommen hier erstmal ein paar Bilder von meinem Städtetrip nach London. Frau Müller weilt gerade noch in Cornwall und lässt sich Sonne, Meeresluft und frische Scones schmecken. Ich habe ein paar Tage in London verbracht und lasse euch zunächst ein paar Bilder da, bevor dann bald die ausführlichen Tipps kommen.

IMG_0392

IMG_0510

IMG_0653

Frohes Neues, die Zweite

Den vergangenen Jahreswechsel habe ich ja recht kurzfristig im Hotel verbracht. Das befand sich im Europäischen Ausland, genauer gesagt im schönen Luxemburg. Da am 31. die Geschäfte noch bis 16 Uhr geöffnet hatten, konnten wir tagsüber neben dem Sightseeing noch ein bisschen bummeln. Unser Hotel befand sich auf dem Kirchberg mit einem außergewöhnlichen Blick über die Stadt – und einer perfekten Aussicht auf das nächtliche Feuerwerk.
Davor gab es aber erstmal viel zu sehen (und zu probieren). Das Fort Thüngen, tolle Holzskulpturen vor dem Mudam, kleine Gassen und große Staatsgebäude, zart-knusprige Macarons und heiß-dampfende Schokolade waren die Reise definitiv wert…

Mudam Fort ThüngenLuxemburgChambre des Députés

TraditionellVorfreude... Ladurée :-) chocolat chaud

Knuedler

Zusammenfassend kann ich nur sagen, Luxemburg ist definitiv eine Reise wert und perfekt für ein langes Wochenende. Für die ein oder andere Boutique darf das Portemonnaie ruhig ein bisschen besser gefüllt sein, aber dafür spart man ja beim Tanken 🙂

Gute Nacht wünscht Frau Müller

Kulinarische Grüße aus der Ferne

Ich befinde mich gerade auf der anderen Seite der Welt. Genauer gesagt auf Lombok, der eher beschaulichen Insel neben dem turbulenten Bali, in dem ich vergangene Woche umhergereist bin.
Die tropischen Temperaturen lassen die herbstliche Kälte in Deutschland ziemlich schnell vergessen – ich kann mir kaum noch vorstellen, wie es ist, im Wintermantel durch München zu stapfen und mich auf dem Fahrrad darüber zu ärgern, keine Handschuhe angezogen zu haben.
Andererseits weiß ich jetzt auch: 32° und die zur Zeit herrschende, hohe Luftfeuchtigkeit wärend nicht dauerhaft mein Ding. Ich werde auch nicht der größte Gecko-Fan dieser Erde, auch wenn die kleinen Echsen hier als Glücksbringer gehandelt werden und ich mich daher wahrscheinlich geehrt fühlen sollte, dass mir mitten in der Nacht so ein wuseliger Kollege mit einem Satz aus dem Palmblattdach auf die Beine gehüpft ist. Draußen finde ich sie niedlich und von mir aus können gleich mehrere neben mir am Tischbein kleben, aber die Vorstellung, Auge in Auge mit einem aufzuwachen… Naja. Aber ansonsten ist es einfach nur toll.

Neben hunderttausenden kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten, die wir hier erkunden, sind natürlich auch die kulinarischen nicht zu verachten. Bei der asiatischen Küche bin ich immer etwas gespalten, Arabisch, Indisch und Thailändisch mag ich beispielsweise sehr, Chinesisch, Vietnamesisch und Koreanisch eher weniger. Zum Balinesischen Essen ist mir bisher nicht allzuviel eingefallen. Aber nach den ersten Portionen frischem Gado Gado, Pepes Ikan oder Lumpia Semarang unterstützt von Arak-Cocktails und dem obligatorischen Besuch im nächsten Warung (kl. Garküchen), wollte ich das unbedingt auch können.

Also haben wir in der Mittagshitze fleißig geschnippelt, gebraten und eingerollt. Die Finger gelb von der selbst gemörserten scharfen Würzpaste für die Hühner-Garnelen-Suppe, wurden Frühlingsrollen gedreht, Satay-Spieße mariniert und Bananenblätter mit Fisch und nach Kaffirlimetten duftendem Gemüse gefüllt.


Eigentlich hatte ich in diesem Jahr (ausnahmsweise) ein klassisch deutsches Weihnachtsdinner geplant… Oder könnte sich Rehragout vielleicht doch mit scharfer Erdnuss-Mango-Sauce vertragen?

Banyak Salam und eine schöne Restwoche wünscht Frau Müller

Paris II: Kleine Kunstwerke – Street-Art

Ich hatte es euch hier versprochen: noch mehr Eindrücke aus Paris. Et voilà, hier kommen sie endlich (alles andere Wichtige habe ich ja schon abgehakt 😉 ). Auch wenn ich schon einige Male die französische Hauptstadt besucht habe, wird es mir nie langweilig, durch die Straßen zu laufen, kleine Boutiquen zu entdecken, ein nettes Café zu finden, Leute zu beobachten. Letztes Mal hatte es mir aber die Street-Art in Paris angetan. Nachdem ich einmal angefangen hatte, davon Fotos zu machen, habe ich meinen Blick nur noch nach oben schweifen lassen… oder wahlweise nach unten. Und ich hab mich unbändig gefreut, wenn ich einige gefunden habe, von denen ich vorher nur Fotos gesehen habe. Diese beiden hier zum Beispiel:

Die Arbeiten vom Invader waren auch überall … in einem Laden in Paris habe ich diese Magnete für zu Hause gesehen. Und Oskar war auch in Paris unterwegs.

Ältere Gärtner und junge I-Männchen …

Da fällt mir zum Abschluss nur noch das hier ein:

Eine gute Nacht und viele schöne Paris-Träume wünscht euch Frau Kuchen

Bielefeld. Da, wo ich „wech“ komme.

Jaja, ich weiß, Bielefeld gibt’s doch gar nicht… Allerdings kann ich mich, mehrere Familienmitglieder und diverse Schulfreunde als  lebendige Gegenbeweise anführen. Aus Bielefeld kommt man übrigens nicht einfach her, sondern „wech“. Solltet Ihr Euch jemals der Frage „Und, wo kommste wech?“ ausgesetzt sehen, könnt Ihr sicher sein, es mit einem waschechten Westfalen zu tun zu haben. Hier sagt man so lustige Sachen wie „Pölter“ für Schlafanzug, es wird sich „beömmelt“ (kaputtgelacht) und ein „Schlürschluck“ (ein letztes Gläschen bevor man nach Hause geht) kann nie schaden. Man geht auch nicht „zu Oma“, sondern „nache Omma“. Wobei ich gestehe, dass sich hier mein Germanistenherz verkrampft… Mein Lieblingsbegriff ist allerdings schon beinah ausgestorben – das „Fichtenmopped“, die Kettensäge.

Eigentlich ist Bielefeld eine Stadt wie jede andere. Die Kulturszene hat sich  in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt und auch städtebaulich wird viel getan um einige Bausünden ungeschehen zu machen. Bei jedem Besuch in meiner alten Heimat entdecke ich Neues und der „Da kenn ich doch eh jeden Stein“-Gedanke beginnt, sich nach und nach zu zerstreuen.

Als begeisterte Museumsgänger haben meine Mutter und ich uns die Sou Fujimoto-Ausstellung in der Kunsthalle natürlich nicht entgehen lassen. Die abenteuerlichen Raumideen und die architektonisch kaum umsetzbar erscheinenden Phantasien des Künstlers sind wirklich toll.

Auf der Suche nach einem sonnigen Plätzchen für den Kaffee danach wurden wir im ersten Anlauf enttäuscht. Das Jivino, eine kleine Tapas Bar mit gemütlichem Innenhof, der am ältesten Haus Bielefelds angrenzt, hatte leider noch geschlossen. Das ist schade, denn die bereits aufgestellte Karte machte definitiv Lust auf mehr (bis auf die Anchovis aus der Dose *hüstel*).

Der Weg zum Alten Markt mit seinen Altstadtcafés führt vorbei an traditionellen Leinengeschäften und einigen neu eröffneten Boutiquen für Freunde hochpreisiger Mode. Hier steht das Crüwell-Haus, das jedes Bielefelder Schulkind mindestens einmal im Leben besichtigt und dabei brav lernt, was ein Treppengiebel ist.

Unbedingt besichtigen sollte man bei einem Besuch der „freundlichen Stadt am Teutoburger Wald“, wie das Ortseingangsschild verheißt, ihr weithin sichtbares Wahrzeichen – die Sparrenburg.

Ganz klein kann man sie oben über den Park vor der Kunsthalle hervorschauen sehn. Was man heute noch von der Festungsanlage besichtigen kann, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Wer den Berg erklommen hat, wird mit einer tollen Aussicht belohnt – uber die Stadt, den Teutoburger Wald und das umliegende Land. Hier wird spaziert, „Ja“ gesagt, gefeiert, gegrillt, sich gegruselt (für kleine Besucher gibt es Geschichten vom Burggespenst im Brunnen), das 300 Meter lange unterirdische Gängesystem erkundet und an Silvester sieht man vor lauter Böller-Qualm gar nichts mehr. Klingt doch ganz romantisch, oder?

Apropos romantisch – die Hochzeit, für die ich mich auf die Reise gemacht hatte, war wunderschön. Ich freue mich auf Teil II, im nächsten Jahr!

Einen schönen Abend wünscht Frau Müller