Herbstidylle

Eigentlich bin ich kein großer Freund von kleinen, herumstehenden Keramik-, Plastik- oder Holztieren, in diesem Fall mache ich aber eine Ausnahme. Da hier der zunächst so schöne, goldene Herbst erst durch einen jähen Schneeeinbruch und darauf folgenden Regen unterbrochen wurde, habe ich mein gesammeltes Wald- und Wiesenmaterial in eine große Schale getürmt und mir meinen eigenen Herbst gebastelt. Mit zugegebenermaßen etwas kitschigem aber doch irgendwie passendem Rehkitz.

Die lebenden Tiere – ein Ohrenkneifer (der sehr schöne und biologisch korrekte Name ist übrigens „Gemeiner Ohrwurm“) und zwei sehr irritiert herumwuselnde Ameisen – durften vorzeitig wieder ausziehen.

Einen schönes Novemberwochenende wünscht Frau Müller

Erst klein und rund, dann bunt

Ein wenig verspätet kommt nun endlich die versprochene Anleitung zum Rollen der Seedbombs…

Zunächst einmal müssen die Zutaten bereitgestellt werden, denn fängt man erst einmal mit dem Rollen an, sollte alles schnell zur Hand sein. Wer seinen Arbeitsplatz nach draußen verlegen kann, sollte das tun. Ansonsten hilft nur, die Küche großräumig mit Zeitungen auszulegen. Dann kann es losgehen.

Zutaten:
1 Teil Samen/Saatgut
5 Teile gut durchgetrocknete, gesiebte, gute Blumenerde (ohne Torf)
3 Teile Tonerde (braun, rot oder ockerfarben)
1 Teil Wasser
ggf. ein Gitter oder Rost und eine Zeitung, auf dem die fertigen Seedbombs trocknen können

Die Samen unter die Blumenerde mischen, Tonerde dazugeben und alles gut verrühren. Nach und nach das Wasser zugeben und zu einem „Teig“ verkneten. Dann recht zügig kleine, glatte Kugeln formen, denn die Masse trocknet schnell aus. Die Seedbombs sollten maximal walnussgroß sein, damit sie durchtrocknen können und nicht vorzeitig anfangen zu keimen. Die Kugeln 1-2 Tage trocknen lassen und dann kühl in Jute- oder Leinensäckchen lagern, damit sie gut belüftet sind.

Vielen Dank an die Stadtgärtner für die Anleitung und die tollen Fotos!

Liebling der Woche: Seedbombs

Bomben sind keine Lösung. Eigentlich. Doch den einheitsgrauen Straßenzügen, lieblos gepflanzten Bäumen und kurzgeschorene Parkwiesen, die das Bild der meisten Großstädte prägen, ist mit ein paar mühevoll gesetzten Stiefmütterchen nicht beizukommen. Unterstützung verspricht ein kleiner Online-Shop, der diese tristen Panoramen gründlich aufmischen will: Die Stadtgärtner

Freunde wilder Blumenwiesen, Guerilla-Gärtner und Menschen auf der Suche nach einem besonderen Mitbringsel können hier in einer Auswahl kleiner, runder, handgedrehter Seedbombs schwelgen.
Bienenschmaus, Schmetterlingswiese oder doch lieber das blühende Kornfeld? Insgesamt sechs verschiedene Mischungen warten darauf, sich in Stadt, Land und heimischen Gärten zu entfalten.

Die Stadtgärtner haben uns ihre Anleitung zum Selberdrehen der Seedbombs verraten. Wie das geht, zeigen wir Euch demnächst!

Das Altglas auf dem Fensterbrett

Das vergangene Wochenende bescherte mir ein ganz süßes kleines Sommersträußchen. Auf der Suche nach einer passenden Vase hatte ich zunächst nur die Wahl zwischen einem schnöden Wasserglas und einem etwas zu schmalen Schnaps-Stamperl. Alle echten Vasen waren viel zu groß.
Doch dann fiel der Blick in die Altglas-Ecke. Dort tummelte sich zwischen
Rot- und Weißweinflaschen auch eine sehr kleine mit Bügelverschluss…


Sträußchen hinein und ab damit auf die Fensterbank.
Da schaut sogar die Sonne kurz vorbei!

Einen schönen Abend wünscht Frau Müller!